Als ich den Film das erste Mal im Kino sah, hatte ich einen netten französischen Film erwartet, aber er ist so viel mehr. Es ist eine dieser Geschichten, die dich gleichzeitig zum Lachen bringen und dir plötzlich ganz leise einen Kloß in den Hals setzen. Ohne Kitsch, ohne Moral vorzuschreiben.
Es geht um Philippe, einen unglaublich wohlhabenden Mann, der nach einem Unfall vom Hals abwärts gelähmt ist, und um Driss, einen jungen Typen aus den Banlieues von Paris, der eigentlich nur einen Job sucht, um die amtliche Forderung für die Weiterbewilligung seiner Sozialhilfe abzuhaken zu lassen. Zwei Menschen, die aus völlig unterschiedlichen Welten kommen und genau das macht die Geschichte so stark.
Vor allem diese Ehrlichkeit zwischen den beiden packt einen sofort. Driss behandelt Philippe nicht mit Mitleid, nicht vorsichtig, nicht geschniegelt höflich sondern einfach normal. Manchmal respektlos, manchmal direkt, oft total zum lachen. Und genau dadurch entsteht eine Freundschaft, die sich unglaublich echt anfühlt.
Ich habe wirklich laut gelacht. Die Dialoge sind messerscharf, voller Charme und auf den Punkt. Aber fast unbemerkt schiebt sich darunter etwas viel Tieferes: Es geht um Würde, Freiheit, Lebensfreude und darum, wie sehr wir einander brauchen – egal, wie kaputt oder privilegiert wir sind.
Was mich besonders berührt hat: Der Film feiert das Leben, ohne die schweren Seiten zu leugnen. Er sagt nicht „Alles ist gut“, sondern eher: „Es ist nicht alles gut, es gibt so viele Herausforderungen und gerade deshalb lohnt es sich zu leben, zu lachen, zu fühlen.“
Als der Abspann lief, saß ich einfach da und dachte: Toller Film. So ein Film holt dich für zwei Stunden aus deinem Alltag und gibt dir danach ein bisschen mehr Menschlichkeit mit.
Wenn du einen Film sehen willst, der warm ist, klug, witzig und tiefgründig zugleich dann ist das einer der besten Film für einen unterhaltsamen Heimkino-Abend.

